Vorher — Senkrechtaufnahme vor der Montage. Kehlen, Grate und der quer gestellte Bauteil zerlegen das Dach in mehrere kleine Teilflächen.Nachher — Dasselbe Dach nach der Montage: zwei Modulfelder auf den Hauptflächen, die Kehle dazwischen bleibt frei begehbar.
Ausgangslage
Ein verwinkeltes Ziegeldach: Kehlen, Grate und ein quer gestellter Bauteil zerschneiden die Fläche in mehrere kleine Teilstücke mit unterschiedlicher Ausrichtung.
Entscheidung
Nur die beiden großen Hauptflächen belegen. Die Kehle dazwischen bleibt frei — statt sie mit einzelnen Modulen zuzustellen, die bei jeder Dachkontrolle im Weg stehen.
Sichtbares Ergebnis
Zwei geschlossene Felder mit durchgehenden Kanten, dazwischen ein begehbarer Streifen bis zum First. Auf dem Nachher-Bild von oben gut zu erkennen.
Was offen blieb
Was die freigelassene Kehle an Ertrag kostet, lässt sich nicht sauber beziffern — dafür müsste dieselbe Fläche einmal in beiden Varianten stehen. Wir haben uns bewusst für die wartbare Lösung entschieden.
Fall 02
Ein Belag, an dem der Dachhaken ins Leere greift.
Kein Ziegel, kein Falz, nichts zum Anheben — und trotzdem sollte eine Anlage drauf.
SonderdachKein Ziegel, sondern durchgehende, körnig beschichtete Profilbahnen. Bevor eine Schiene liegt, wird die Unterkonstruktion auf ausgerichteten Latten aufgebaut.
Ausgangslage
Durchgehende, körnig beschichtete Profilbahnen. Es gibt keine Pfanne zum Anheben und keinen Falz, in dem ein Standard-Dachhaken verschwinden könnte.
Entscheidung
Vor der Schienenmontage ein ausgerichtetes Lattenraster aufbauen. Das kostet einen zusätzlichen Arbeitsgang, verteilt die Last aber auf die Unterkonstruktion statt auf die Bahn selbst.
Sichtbares Ergebnis
Ein Lattenraster in einer Ebene. Darauf liegen die Trageschienen später ohne Zwängen, auch wenn die Bahn darunter nicht perfekt eben verläuft.
Was offen blieb
Auf der körnigen Beschichtung hält sich Feuchtigkeit länger als auf glasiertem Ziegel. Ob unter den Modulreihen dauerhaft Moos zum Thema wird, zeigt erst die Kontrolle nach ein paar Jahren.
Unter jedem aufgeständerten Modulfeld entsteht ein warmer, trockener Raum. Offen an allen vier Seiten.
Schutz & DetailsRund um das gesamte Modulfeld läuft ein Bürstenband. Es schließt den Spalt zwischen Modulkante und Ziegel, ohne die Hinterlüftung zu blockieren.
Ausgangslage
Der Spalt zwischen Modulkante und Ziegel ist rundum offen — aus Vogelsicht ein guter Nistplatz direkt über der Dachhaut. Was dort landet, endet auf dem Ziegel und in der Rinne.
Entscheidung
Umlaufendes Bürstenband statt eines dicht schließenden Blechs. Es macht den Spalt zu und lässt die Hinterlüftung weiter durch; Module unter einem dichten Abschluss werden wärmer und liefern weniger.
Sichtbares Ergebnis
Das Band läuft an jeder Modulkante rund um das Feld — auch dort, wo die Belegung direkt an das Dachflächenfenster stößt.
Was offen blieb
Bürstenband ist ein Verschleißteil. Wie lange die Borsten unter UV und Frost ihre Spannung halten, sagt kein Datenblatt verbindlich — es gehört auf die Prüfliste, nicht in die Schublade „erledigt".
Auf vielen Referenzseiten stehen kWp-Angaben, Ertragsprognosen und Ortsnamen. Wir lassen das weg — die Angaben unserer Kundinnen und Kunden gehören nicht auf unsere Website.
Was Ihnen weiterhilft, sind Zahlen für Ihr eigenes Dach. Die bekommen Sie beim Drohnen-Dachcheck: Fläche, Verschattung, mögliche Belegung — und eine ehrliche Aussage, auch wenn sie einmal „lieber nicht“ lautet.
Detailarchiv
Alles andere, nach Dachtyp sortiert.
Gerüstbau, Montage und Netzanschluss liegen bei uns in einer Hand — deshalb sind es auf allen Bildern dieselben Leute. Jede Aufnahme stammt von einer eigenen Baustelle.
Alle 5 Strecken, 28 Aufnahmen.
Dach mit Kanten
Kehlen, Gauben, Kamine, Grate — Flächen, die vor der Belegung erst in nutzbare Stücke zerlegt werden müssen.
Zwei große Gauben mitten in der Südfläche. Die Module liegen in Streifen neben und zwischen den Gauben.Dasselbe Anwesen von schräg oben: Der flacher geneigte Anbau trägt ein zweites, zusammenhängendes Feld.
Baufortschritt von oben: Die Trageschienen liegen, das erste Modulfeld steht. Rechts das bereits fertige Nachbardach.Schienenmontage neben der Gaube. Ringsum bleibt Abstand, damit Wartung und Abrutschsicherung Platz haben.
Der Kamin teilt die Fläche in zwei Felder. Beide werden belegt, statt eine Hälfte aufzugeben.Fensterreihe, Kamin, Modulfeld — die Belegung endet genau dort, wo das Fenster beginnt.
Ein geschlossenes Feld, das kurz unter dem First endet.Blick vom First: Das Feld folgt der Dachneigung, dahinter liegt der Ort.
Sonderdach
Profilbahnen, Blech, Kies: Dächer, für die es kein Standard-Befestigungsteil gibt.
Rotbraune Profilbahnen mit mehreren Dachfenstern: Die Modulfelder werden um jedes Fenster herum geführt, nicht darüber hinweg.Blechdach mit unregelmäßigem Grundriss. Die Modulfelder folgen der Dachform in versetzten Blöcken statt einem starren Raster.
Flachdach mit Kiesauflage: Das Trägersystem liegt in Reihen, die ersten Modulstreifen sind gesetzt.Dieselbe Fläche im Detail: flach aufliegende Reihen, gehalten von quer laufenden Trageschienen.
Bestand & Erweiterung
Was schon da ist, bleibt liegen — und auch kleine Restflächen bekommen ihr eigenes Feld.
Hier war schon etwas da: Die blauen Kollektoren links bleiben liegen, die neuen Module ordnen sich um den Bestand herum an.
Das Terrassenvordach trägt sein eigenes kleines Modulfeld — zusätzlich zur Hauptfläche am Giebel.Auch ein schmaler Streifen lohnt sich: Das Feld reicht bis genau an das Dachfenster heran.
Feierabend auf der Baustelle: Das Modulfeld ist fast geschlossen, Gerüst und Netz bleiben bis zum letzten Modul.
Schutz & Details
Gerüst, Netz, Dachhaken, Bürstenband — der Teil der Arbeit, den hinterher niemand mehr sieht.
Vier Monteure, ein Dach. Die Dachhaken sitzen, gleich kommen die Trageschienen.
Jeder Haken greift in die Lattung, nicht in den Ziegel: Pfanne öffnen, Haken setzen, Pfanne wieder schließen.Nächster Schritt auf einem anderen Dach: Die Trageschienen liegen auf den Haken und werden ausgerichtet.
Modul einlegen, ausrichten, klemmen. Im Hintergrund der Ausleger, über den das Material aufs Dach kommt.Gerüstaufbau an einem Mehrfamilienhaus, nach DIN 4420 und DGUV. Die Bauteile kommen auf dem eigenen Anhänger zur Baustelle.
Schutznetz über die gesamte Gerüstlage — es bleibt stehen, solange oben gearbeitet wird.Zwei Monteure am First, das Gerüst läuft über die komplette Traufseite bis zum Nachbargebäude.
Fertige Anlage: Dachfenster, Kamin und Satellitenschüssel bleiben frei — das Modulfeld schließt drumherum bündig an.Banner am Gerüst, Arbeit am First: Die Modulreihen wachsen von der Traufe nach oben.
Technikraum
Vom letzten Modul zum Netzanschluss: Wechselrichter, Speicher, Inbetriebnahme.
Die Module liegen, die Klemmen sitzen. Ab hier entscheidet sich, wie schnell aus einer Dachfläche eine Anlage wird.
Im Technikraum: Wechselrichter und Speicher sind gesetzt und verkabelt.Der Speicher steht dort, wo Platz ist — und hält den Sonnenstrom vom Mittag für den Abend fest.
Einzugsgebiet
Aus dem Odenwald. Für die ganze Region.
Unser Revier ist der Odenwald und was daran grenzt: von der Bergstraße bis an die bayerische Grenze, vom Rhein-Main-Gebiet bis an den Neckar. Wir kennen hier nicht nur die Dächer, sondern auch die Netzbetreiber — vor allem e-netz Südhessen und GGEW.
Frankfurt am MainDarmstadtGroß-UmstadtAschaffenburgMiltenbergBensheimWormsWeinheimMannheimEberbachBuchenHeidelbergMosbachErbach im OdenwaldMichelstadt, Bad König, HöchstOdenwaldBayernRheinMainNeckare-netz SüdhessenGGEW25 kmN
Netzgebiet e-netz Südhessen
Netzgebiet GGEW
Odenwald
Landesgrenze zu Bayern
Rhein, Main, Neckar
Schematische Orientierungskarte, keine amtliche Gebietskarte. Der Ausschnitt zeigt rund 50 km um Erbach — unterwegs sind wir im Umkreis von etwa 100 km.
Warum wir über Netzgebiete reden
Jede Photovoltaik-Anlage muss beim zuständigen Verteilnetzbetreiber angemeldet und von ihm in Betrieb genommen werden. Genau daran hängt am Ende der Zeitplan. Wir arbeiten vor allem im Netzgebiet von e-netz Südhessen und GGEW und kennen deren Formulare, Fristen und Ansprechpartner aus der laufenden Praxis.
Liegt Ihr Haus im Gebiet eines anderen Netzbetreibers — Richtung Baden-Württemberg oder jenseits der bayerischen Grenze —, übernehmen wir die Anmeldung genauso. Dort dauert eine Rückfrage manchmal einen Anruf länger, mehr nicht.
Was Ihr Dach kann, steht auf keinem dieser Fotos.
Wir fliegen es ab, messen die nutzbaren Flächen und sagen Ihnen, was geht — und was nicht.