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Projektarchiv

Drei Dächer, drei Entscheidungen.

Jedes Foto stammt von einer eigenen Baustelle. Was Sie hier bewusst nicht finden: Ortsangaben, Kundennamen und kWp-Zahlen.

Zuerst drei Fälle, bei denen es etwas zu entscheiden gab — jeweils mit dem, was danach offen blieb. Darunter das vollständige Bildarchiv.

Fall 01

Ein Dach, das aus der Luft kleiner wird.

Von der Straße aus sah das nach viel Fläche aus. Die Senkrechtaufnahme zeigte etwas anderes.

Dach mit Kanten
Senkrechte Drohnenaufnahme eines verwinkelten roten Ziegeldachs ohne Photovoltaik
VorherSenkrechtaufnahme vor der Montage. Kehlen, Grate und der quer gestellte Bauteil zerlegen das Dach in mehrere kleine Teilflächen.
Drohnenaufnahme desselben roten Ziegeldachs, jetzt mit zwei Photovoltaik-Modulfeldern belegt
NachherDasselbe Dach nach der Montage: zwei Modulfelder auf den Hauptflächen, die Kehle dazwischen bleibt frei begehbar.
Ausgangslage
Ein verwinkeltes Ziegeldach: Kehlen, Grate und ein quer gestellter Bauteil zerschneiden die Fläche in mehrere kleine Teilstücke mit unterschiedlicher Ausrichtung.
Entscheidung
Nur die beiden großen Hauptflächen belegen. Die Kehle dazwischen bleibt frei — statt sie mit einzelnen Modulen zuzustellen, die bei jeder Dachkontrolle im Weg stehen.
Sichtbares Ergebnis
Zwei geschlossene Felder mit durchgehenden Kanten, dazwischen ein begehbarer Streifen bis zum First. Auf dem Nachher-Bild von oben gut zu erkennen.
Was offen blieb
Was die freigelassene Kehle an Ertrag kostet, lässt sich nicht sauber beziffern — dafür müsste dieselbe Fläche einmal in beiden Varianten stehen. Wir haben uns bewusst für die wartbare Lösung entschieden.
Fall 02

Ein Belag, an dem der Dachhaken ins Leere greift.

Kein Ziegel, kein Falz, nichts zum Anheben — und trotzdem sollte eine Anlage drauf.

Sonderdach
Photovoltaikmodule auf einem Dach mit besonderem Dachbelag, montiert von Solartechnik Odenwald
Kein Ziegel, sondern durchgehende, körnig beschichtete Profilbahnen. Bevor eine Schiene liegt, wird die Unterkonstruktion auf ausgerichteten Latten aufgebaut.
Ausgangslage
Durchgehende, körnig beschichtete Profilbahnen. Es gibt keine Pfanne zum Anheben und keinen Falz, in dem ein Standard-Dachhaken verschwinden könnte.
Entscheidung
Vor der Schienenmontage ein ausgerichtetes Lattenraster aufbauen. Das kostet einen zusätzlichen Arbeitsgang, verteilt die Last aber auf die Unterkonstruktion statt auf die Bahn selbst.
Sichtbares Ergebnis
Ein Lattenraster in einer Ebene. Darauf liegen die Trageschienen später ohne Zwängen, auch wenn die Bahn darunter nicht perfekt eben verläuft.
Was offen blieb
Auf der körnigen Beschichtung hält sich Feuchtigkeit länger als auf glasiertem Ziegel. Ob unter den Modulreihen dauerhaft Moos zum Thema wird, zeigt erst die Kontrolle nach ein paar Jahren.

Welche Beläge welches Montagesystem brauchen — im Ratgeber

Fall 03

Der Hohlraum, in den sonst die Vögel ziehen.

Unter jedem aufgeständerten Modulfeld entsteht ein warmer, trockener Raum. Offen an allen vier Seiten.

Schutz & Details
Solarmodule auf rotem Ziegeldach, rundum ein Bürstenband als Vogelschutz, daneben ein Dachflächenfenster
Rund um das gesamte Modulfeld läuft ein Bürstenband. Es schließt den Spalt zwischen Modulkante und Ziegel, ohne die Hinterlüftung zu blockieren.
Ausgangslage
Der Spalt zwischen Modulkante und Ziegel ist rundum offen — aus Vogelsicht ein guter Nistplatz direkt über der Dachhaut. Was dort landet, endet auf dem Ziegel und in der Rinne.
Entscheidung
Umlaufendes Bürstenband statt eines dicht schließenden Blechs. Es macht den Spalt zu und lässt die Hinterlüftung weiter durch; Module unter einem dichten Abschluss werden wärmer und liefern weniger.
Sichtbares Ergebnis
Das Band läuft an jeder Modulkante rund um das Feld — auch dort, wo die Belegung direkt an das Dachflächenfenster stößt.
Was offen blieb
Bürstenband ist ein Verschleißteil. Wie lange die Borsten unter UV und Frost ihre Spannung halten, sagt kein Datenblatt verbindlich — es gehört auf die Prüfliste, nicht in die Schublade „erledigt".

Vogelschutz an der Photovoltaikanlage — im Ratgeber

In eigener Sache

Warum hier keine Zahlen stehen.

Auf vielen Referenzseiten stehen kWp-Angaben, Ertragsprognosen und Ortsnamen. Wir lassen das weg — die Angaben unserer Kundinnen und Kunden gehören nicht auf unsere Website.

Was Ihnen weiterhilft, sind Zahlen für Ihr eigenes Dach. Die bekommen Sie beim Drohnen-Dachcheck: Fläche, Verschattung, mögliche Belegung — und eine ehrliche Aussage, auch wenn sie einmal „lieber nicht“ lautet.

Detailarchiv

Alles andere, nach Dachtyp sortiert.

Gerüstbau, Montage und Netzanschluss liegen bei uns in einer Hand — deshalb sind es auf allen Bildern dieselben Leute. Jede Aufnahme stammt von einer eigenen Baustelle.

Alle 5 Strecken, 28 Aufnahmen.

Dach mit Kanten

Kehlen, Gauben, Kamine, Grate — Flächen, die vor der Belegung erst in nutzbare Stücke zerlegt werden müssen.

Drohnenaufnahme eines Steildachs mit zwei Gauben, Module liegen in Streifen daneben und dazwischen
Zwei große Gauben mitten in der Südfläche. Die Module liegen in Streifen neben und zwischen den Gauben.
Dasselbe Anwesen aus schräger Drohnenperspektive mit Modulfeld auf dem flacheren Anbau
Dasselbe Anwesen von schräg oben: Der flacher geneigte Anbau trägt ein zweites, zusammenhängendes Feld.
Drohnenaufnahme eines Steildachs, auf dem Montageschienen liegen und das erste Modulfeld gesetzt ist
Baufortschritt von oben: Die Trageschienen liegen, das erste Modulfeld steht. Rechts das bereits fertige Nachbardach.
Monteur montiert Trageschienen auf einem Steildach neben einer Gaube
Schienenmontage neben der Gaube. Ringsum bleibt Abstand, damit Wartung und Abrutschsicherung Platz haben.
Sonnenbeschienenes rotes Ziegeldach mit schwarzen Modulen beidseits des Kamins
Der Kamin teilt die Fläche in zwei Felder. Beide werden belegt, statt eine Hälfte aufzugeben.
Modulfeld auf grauem Ziegeldach neben einer Reihe von Dachflächenfenstern und einem Kamin
Fensterreihe, Kamin, Modulfeld — die Belegung endet genau dort, wo das Fenster beginnt.
Fertiges Photovoltaik-Modulfeld auf einem Steildach, Blick über den First ins Tal
Ein geschlossenes Feld, das kurz unter dem First endet.
Blick vom First über ein Modulfeld auf die Dächer eines Odenwälder Ortes
Blick vom First: Das Feld folgt der Dachneigung, dahinter liegt der Ort.

Sonderdach

Profilbahnen, Blech, Kies: Dächer, für die es kein Standard-Befestigungsteil gibt.

Rotbraunes Profildach mit mehreren Dachflächenfenstern, die Modulfelder sind darum herum geführt
Rotbraune Profilbahnen mit mehreren Dachfenstern: Die Modulfelder werden um jedes Fenster herum geführt, nicht darüber hinweg.
Drohnenaufnahme einer von uns montierten PV-Anlage
Blechdach mit unregelmäßigem Grundriss. Die Modulfelder folgen der Dachform in versetzten Blöcken statt einem starren Raster.
Kiesflachdach mit montiertem Trägersystem und ersten aufgelegten Modulreihen, ringsum ein Gerüst
Flachdach mit Kiesauflage: Das Trägersystem liegt in Reihen, die ersten Modulstreifen sind gesetzt.
Detailaufnahme von oben: Solarmodule liegen in Reihen auf der Kiesfläche eines Flachdachs
Dieselbe Fläche im Detail: flach aufliegende Reihen, gehalten von quer laufenden Trageschienen.

Bestand & Erweiterung

Was schon da ist, bleibt liegen — und auch kleine Restflächen bekommen ihr eigenes Feld.

Senkrechte Drohnenaufnahme eines Wohnhauses: rechts ein geschlossenes Feld schwarzer PV-Module, links bleiben ältere Solarthermie-Kollektoren und die Satellitenschüssel ausgespart
Hier war schon etwas da: Die blauen Kollektoren links bleiben liegen, die neuen Module ordnen sich um den Bestand herum an.
Wohnhaus im Herbst mit Gerüst am Giebel, auf dem Terrassenvordach liegen bereits Module
Das Terrassenvordach trägt sein eigenes kleines Modulfeld — zusätzlich zur Hauptfläche am Giebel.
Einzelnes Modulfeld auf einem grauen Ziegeldach neben einem Dachflächenfenster
Auch ein schmaler Streifen lohnt sich: Das Feld reicht bis genau an das Dachfenster heran.
Holzverkleidetes Haus in der Dämmerung, Gerüst mit Netz vor dem fast fertigen Modulfeld
Feierabend auf der Baustelle: Das Modulfeld ist fast geschlossen, Gerüst und Netz bleiben bis zum letzten Modul.

Schutz & Details

Gerüst, Netz, Dachhaken, Bürstenband — der Teil der Arbeit, den hinterher niemand mehr sieht.

Vier Monteure stehen auf einem Steildach am Gerüst, die Dachhaken für die Unterkonstruktion sind gesetzt
Vier Monteure, ein Dach. Die Dachhaken sitzen, gleich kommen die Trageschienen.
Steildach mit geöffneten Dachpfannen, an denen die Dachhaken für die Unterkonstruktion sitzen
Jeder Haken greift in die Lattung, nicht in den Ziegel: Pfanne öffnen, Haken setzen, Pfanne wieder schließen.
Monteur läuft über ein Walmdach, auf dem bereits die Trageschienen der Unterkonstruktion liegen
Nächster Schritt auf einem anderen Dach: Die Trageschienen liegen auf den Haken und werden ausgerichtet.
Monteur legt ein Solarmodul in die Trageschienen ein, im Hintergrund der Ausleger eines Krans
Modul einlegen, ausrichten, klemmen. Im Hintergrund der Ausleger, über den das Material aufs Dach kommt.
Aufbau eines dreistöckigen Gerüsts vor einem Mehrfamilienhaus, daneben ein beladener Anhänger
Gerüstaufbau an einem Mehrfamilienhaus, nach DIN 4420 und DGUV. Die Bauteile kommen auf dem eigenen Anhänger zur Baustelle.
Gerüst mit Schutznetz an einem Wohnhaus, auf dem Steildach ein teilweise belegtes Modulfeld
Schutznetz über die gesamte Gerüstlage — es bleibt stehen, solange oben gearbeitet wird.
Zwei Monteure auf einem Satteldach, davor ein Gerüst über die gesamte Traufseite
Zwei Monteure am First, das Gerüst läuft über die komplette Traufseite bis zum Nachbargebäude.
Fertige Photovoltaikanlage auf rotem Ziegeldach, die Modulfelder sind um Dachfenster, Kamin und Satellitenschüssel geplant
Fertige Anlage: Dachfenster, Kamin und Satellitenschüssel bleiben frei — das Modulfeld schließt drumherum bündig an.
Gerüst mit Banner „Hier entsteht eine neue PV-Anlage" vor einem Haus, zwei Monteure arbeiten am First
Banner am Gerüst, Arbeit am First: Die Modulreihen wachsen von der Traufe nach oben.

Technikraum

Vom letzten Modul zum Netzanschluss: Wechselrichter, Speicher, Inbetriebnahme.

Fertig montiertes Photovoltaik-Modulfeld auf einem grauen Ziegeldach neben einem Dachflächenfenster
Die Module liegen, die Klemmen sitzen. Ab hier entscheidet sich, wie schnell aus einer Dachfläche eine Anlage wird.
Elektromeister steht im Technikraum vor montiertem Wechselrichter und Batteriespeicher
Im Technikraum: Wechselrichter und Speicher sind gesetzt und verkabelt.
Batteriespeicher in einem Kellerraum neben Regalen und Gartengeräten
Der Speicher steht dort, wo Platz ist — und hält den Sonnenstrom vom Mittag für den Abend fest.
Einzugsgebiet

Aus dem Odenwald. Für die ganze Region.

Unser Revier ist der Odenwald und was daran grenzt: von der Bergstraße bis an die bayerische Grenze, vom Rhein-Main-Gebiet bis an den Neckar. Wir kennen hier nicht nur die Dächer, sondern auch die Netzbetreiber — vor allem e-netz Südhessen und GGEW.

  • Netzgebiet e-netz Südhessen
  • Netzgebiet GGEW
  • Odenwald
  • Landesgrenze zu Bayern
  • Rhein, Main, Neckar
Schematische Orientierungskarte, keine amtliche Gebietskarte. Der Ausschnitt zeigt rund 50 km um Erbach — unterwegs sind wir im Umkreis von etwa 100 km.

Warum wir über Netzgebiete reden

Jede Photovoltaik-Anlage muss beim zuständigen Verteilnetzbetreiber angemeldet und von ihm in Betrieb genommen werden. Genau daran hängt am Ende der Zeitplan. Wir arbeiten vor allem im Netzgebiet von e-netz Südhessen und GGEW und kennen deren Formulare, Fristen und Ansprechpartner aus der laufenden Praxis.

Liegt Ihr Haus im Gebiet eines anderen Netzbetreibers — Richtung Baden-Württemberg oder jenseits der bayerischen Grenze —, übernehmen wir die Anmeldung genauso. Dort dauert eine Rückfrage manchmal einen Anruf länger, mehr nicht.

Was Ihr Dach kann, steht auf keinem dieser Fotos.

Wir fliegen es ab, messen die nutzbaren Flächen und sagen Ihnen, was geht — und was nicht.